Neue Maßstäbe für die digitale Verwaltung

Hövelhof zählt zu den ersten Kommunen in OWL mit eigener KI-Strategie

Die Sennegemeinde Hövelhof zählt zu den ersten Kommunen in Ostwestfalen-Lippe, die sich frühzeitig mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung beschäftigen. Mit einer eigenen KI-Strategie schafft die Gemeinde nun einen strategischen Rahmen für den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien und geht damit den nächsten Schritt in ihrer digitalen Entwicklung.

Bürgermeister Michael Berens und Julia Michels, Leiterin der Stabsstelle Zukunftsthemen, Organisation und IT, präsentieren das Konzept.Bürgermeister Michael Berens und Julia Michels, Leiterin der Stabsstelle Zukunftsthemen, Organisation und IT, präsentieren das Konzept.

Im Rahmen der „KI-Transformationsagenda OWL“ arbeitete Hövelhof gemeinsam mit weiteren Pilotkommunen an möglichen Anwendungsfeldern, organisatorischen Voraussetzungen und gemeinsamen Standards für den Einsatz von KI in der Verwaltung. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen flossen in das nun verabschiedete Konzept ein. Die KI-Strategie knüpft an die bestehende Digitalisierungsstrategie der Sennegemeinde an und beschreibt den geplanten Entwicklungsweg bis zum Jahr 2030. Dabei legt sie fest, wie KI künftig verantwortungsvoll und praxisnah innerhalb der Verwaltung eingesetzt werden soll. „Wir möchten neue Technologien sinnvoll nutzen, um die Verwaltung modern, leistungsfähig und gleichzeitig bürgernah weiterzuentwickeln“, erklärt Bürgermeister Michael Berens. Im Mittelpunkt der Strategie steht vor allem der praktische Nutzen für Mitarbeitende und Bürgerinnen und Bürger. Künstliche Intelligenz soll Verwaltungsabläufe vereinfachen, bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützen und den Bürgerservice weiter verbessern. Gleichzeitig spielen Datenschutz, Transparenz und klare Regeln für den Einsatz neuer Technologien eine wichtige Rolle. „KI bietet viele Chancen, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und Mitarbeitende im Verwaltungsalltag zu entlasten“, erklärt Julia Michels, Leiterin der Stabsstelle Zukunftsthemen, Organisation und IT. „Wichtig ist uns dabei, neue Anwendungen praxistauglich einzusetzen und Schritt für Schritt in die bestehenden Abläufe der Verwaltung einzubinden.“ Bereits heute kommen in der Gemeindeverwaltung erste KI-Anwendungen zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem KI-gestützte Protokollierungen, generative KI-Werkzeuge zur Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben sowie der Chatbot „Holli“ für Bürgeranfragen. Weitere Projekte wie digitale Lernangebote für Mitarbeitende oder zusätzliche KI-gestützte Serviceangebote sind bereits geplant. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen will Hövelhof weiter ausbauen. So beteiligt sich die Gemeinde an Projekten wie „Prozess.OWL“ und dem „KI-Kompetenznetzwerk OWL“, um Erfahrungen auszutauschen und digitale Lösungen gemeinsam voranzubringen.